Archive for Dezember 2008
Auch zu Silvester sind wir wieder weg!
Ja, was ist denn los mit den zwei Deppen von 2gewinnt? Sind die eigentlich auch einmal da oder nur ständig unterwegs? Meine lieben Besucher, es war doch Weihnachten…und jetzt ist dann Silvester! Da darf man sich mal eine unkreative Schaffenspause gönnen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass das neue Jahr so wird wie das Alte, nicht wahr? Eben! Darum werden Homajon und ich fernab von einander das alte Jahr zu Ende gehen lassen. Ich will auf gar keinen Fall irgendwie mit seinen verschreckenden Silvesterpraktiken in Kontakt treten. Soll er sich ruhig die Raketen aus diversen Körperöffnungen schießen und im Mund Bleigießen. Aber bitte ohne mich!
Kleiner Tipp noch: Bei den guten Vorsätzen lieber sparen. Die wenigen dann aber dafür mit umso mehr Zielstrebigkeit und Klick-Arbeit verfolgen. Für alle die es noch immer nicht wissen: www.2gewinnt.at.
Nächstes Jahr geht es dann mit neuem Elan weiter. 2009 ist nämlich unser Jahr!
Add comment Dezember 31, 2008
Achtung liebe Fuß-Fetischisten: Heute gibt’s nur Füße in Schuhen zu sehen!
Die Finanzkrise macht sich auch bei meinem Co-Autor bemerkbar. Um seinen enormen Schuldenberg von knapp 16,45 Euro zu minimieren, hat sich der selbsternannte Schönling einen neuen Job gesucht. Endlich kann David das machen was er am besten kann: gehen. Wohin und worauf auch immer.
Add comment Dezember 29, 2008
Wir sind dann mal über Weihnachten weg!
Jedes Jahr zu Weihnachten passieren mir oder den Menschen in meinem Umfeld schlimme Dinge. Vor vier Jahren kam meine damalige Lebensabschnittspartnerin beim Aufputzen unseres Christbaums ums Leben – erschlagen von einer Nordmann-Tanne. Wie das trotz der geringen Größe des Baumes von 80cm tödlich enden konnte, ist mir bis heute ein Rätsel. Im Jahr darauf bekam ich ein Paar weiße Tennissocken geschenkt. Was ich bis nicht wusste, sie waren aus Polyester und ich leide seit meiner Kindheit an einer lebensbedrohlichen Polyesterunverträglichkeit. So verbrachte ich die Feiertage mit eitrigen und aufgeschwollen Füßen und Unterschenkeln auf der Intensivstation der örtlichen veterinärmedizinischen Klinik.
Doch für dieses Jahr habe ich für mich und meinen Co-Autor einen wohl verdienten Urlaub fernab des Weihnachtsstress gebucht. Ich konnte zwei Last-Minute Tickets nach Guantanamo Bay ergattern. Soll zu dieser Jahreszeit ganz ruhig und nett dort sein. Ich bin mir sicher da werde ich die schönsten Weihnachtsfeiertage meines Lebens verbringen.
In ein paar Tagen sind wir wieder da und es folgen weitere heitere Texte der erholten Chefautoren David und Homajon.
Frohe und unfallfreie Feiertage
David & Homajon

Add comment Dezember 23, 2008
Lulu und Lala
Wieder Montag. Wieder ein Wortspiel. Und diesmal soll es auch noch einen weihnachtlichen Touch haben. Ja, spitzen Idee – ich kann mich vor Begeisterung kaum halten.
Daher haben wir uns abermals irgendwo mit irgendwelchen Schildern hingestellt und gewartet (auf Godot und bessere Zeiten). Als wir so bei minus 15 Grad da herumstanden, fiel mir auf, dass wir die Schilder dummerweise verkehrt herum hielten, zum Korrigieren fehlte uns aber jegliche Motivation. Eigentlich sollten das vier „l“ sein. Aber das würde kein Wort ergeben. Denn einzelne Konsonanten sind in unserer Gesellschaft Buchstaben zweiter Klasse. Sie müssen zumindest von einem der fünf allmächtigen Vokale begeleitet werden um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Dank meines Sammelwahns habe ich noch vom letzten Scrabbel-Abend zwei Selbstlaute übrig, leider jeden davon doppelt: zweimal ein „u“ und zwei „a“. Dennoch kann man nun zwei vollwertige Wörter bilden: lulu und lala. Lulu ist das was einem – zumindest ein wenig und lediglich kurzfristig – wärmt wenn man in der Kälte stehen muss. Lala wiederum hat mehrere Bedeutungen, zum Beispiel schlafen gehen. Das ist genau das was ich bereits vor hatte als ich die erste Zeile dieses Beitrags schrieb. In diesem Sinne: süße Träume!
1 comment Dezember 22, 2008
Leberkäse Superstar – 11.Akt

Elfter Akt
Erste und einzige Szene
Noch immer in einer dunklen Seitengasse.
David: (genervt) Wir gehen jetzt schon zum zehnten Mal hier vorbei. Schön langsam glaube ich du hast keine Ahnung, wo der Bösewicht uns hinschicken will.
Homajon: In Kärnten schaut einfach alles gleich aus. (auf den Zettel blickend) Zwei Mal rechts, dann noch mal rechts und dann wieder rechts.
David: Gib mal her! (nimmt Homajon den Zettel aus der Hand) Ich glaub da will uns jemand verarschen. Wo sollen wir denn da hinkommen? Immer rechts, rechts, rechts. Gibt es denn hier in Kärnten nur rechts?
Homajon: (ängstlich) Ich befürchte schon. Wie spät ist es denn überhaupt? David, ich mach mir so Sorgen um meine Leberkäsesemmel. Glaubst du geht es ihr gut? (er holt das Gurkerl, das sie immer in sich trug, aus seiner Hosentasche).
David: Ich glaube, sie vermisst eher das Gurkerl als dich. (mit dem Finger zeigend) Da, schau! Die Zeichnung am Zettel schaut genauso aus.
Vor ihnen steht ein riesiges Gebäude, mit lauter Girlanden dekoriert.
David: (den Kopf in Richtung Himmel haltend) Verdammt, Homajon! Wir sind in Villach. Das ist die große Stadthalle, wo jedes Jahr Massen an verblödeten Menschen einen dummen Gag nach dem anderen belächeln.
Homajon: Mag. Alesandro Jesus del Morte dela Mendoza-Sackfried ist ja hinterhältig, ein Wahnsinn! Der kann sich sein Lei-Lei sonst wo hinstecken! (erbost) Meine Leberkäsesemmel für den Villacher Fasching missbrauchen!
Jetzt erst recht: Semmerl, halte durch! Ich komme… (er betritt die Stadthalle)
Der Vorhang fällt.
1 comment Dezember 19, 2008
Leserbrief von Gott

Quelle: Flickr/Tom Coates (cc-license)
Liebe 2gewinnt Redaktion,
mit Entsetzen musste ich gestern auf Ihrem niveaulosen Blog den blasphemischen Beitrag Ablasshandel neu lesen und möchte hiermit Protest einlegen. Wie können Sie nur meinen reinen und göttlichen Namen für vulgäre zweideutige Anspielungen missbrauchen?
Gott kommt nicht (leider neige ich dazu ab und an von mir in der dritten Person zu schreiben – aber das hat eine lange Vorgeschichte)! Schon gar nicht komme ich zu oder in Menschen und wenn doch sicher nicht leise. Als Gott habe ich auch so alle Hände voll zutun: Kriege und Hass legitimieren, Kinder verhungern lassen, Hoffnung geben und letztendlich enttäuschen, geistig minderbemittelten Fanatikern eine Existenzbestätigung liefern und über all die bestehenden Religionen sicherstellen, dass die Frauen dieser Welt ja unterjocht werden.
Natürlich habe ich auch als Gott so meine kleinen Problemchen. Schon seit Jahren leide ich notorisch an existentiellen Minderwertigkeitskomplexen. Jeden morgen wache ich in meinem rosa Himmelbett auf und suche nach Bestätigung, einer Motivation weiter zu existieren. Aber da ist nichts außer Leere und enormen Hass auf die Menschheit. Keiner glaubt mehr so richtig an mich und wann bitteschön hat das letzte Mal jemand seinen Erstgeborenen für mich geopfert? Das ist sicher schon ein paar tausend Jahre her. Keiner braucht mich mehr so richtig, das nagt wirklich am Selbstbewusstsein. So sehr das ich mittlerweile an meiner eigenen Existenz zweifle. Gott kommt also nicht, sondern geht… und zwar demnächst zu einem guten Psychotherapeuten. Oder zur freitägigen Selbsthilfegruppe für existenzgefährdete Götter. Vielleich hilft’s und ich komme in alter Frische zurück.
Hochachtungslos
Gott (nicht einmal für einen ordentlichen Vornamen reicht es bei mir)
1 comment Dezember 18, 2008
Ablasshandel neu
Die Kirche versucht der steigenden Säkularisierung mit äußerst interessanten Plakaten entgegenzuwirken.

Foto: 2gewinnt/David – Sujet: Sankt Januarius Kapelle/Ungargasse
Seit neuem im Angebot beim Kirchenbeitritt: eine Nacht mit Gott!
Ob so das Problem der Kirche gelöst werden kann, bleibt abzuwarten.
2 comments Dezember 17, 2008
Bäcker Obama?
Barack Obama ist der nächste Präsident der Vereinigten Staaten. Das darf als Allgemeinwissen vorausgesetzt werden. Doch davor hatte er einige andere Jobs um sich über Wasser zu halten: er war Senator, arbeitete in einer Anwaltskanzlei oder als Sozialarbeiter.
Doch was bis heute unbekannt war: Barack Obama ist offensichtlich auch nebenbei Bäcker in Hietzing! „Schwarz ist gut für Hietzing!“ heißt auf einem Plakat der Bäckerei Schwarz. Es wäre interessant zu erfahren was sich die Macher beim Erstellen dieses Sujets gedacht haben. Vielleicht sollte es ein pseudo-kreativer Werbegag werden? Aber hätte da nicht das Konterfei eines ÖVP’lers gereicht, vor allem in Hietzing?

Foto: 2gewinnt/Homajon – Sujet: Bäckerei Schwarz
1 comment Dezember 16, 2008
Platzwunde
Im Leben kommt alles zurück. Alles. Keine noch so kleine hinterlistige Verarschung kann ungeschehen gemacht werden. Ähnlich wie der Weihnachtsmann, hat die Gerechtigkeit aber in Anbetracht der derzeitigen Situation so einiges an Arbeit zu verrichten. Deswegen kommt im Leben nicht nur alles zurück, sondern auch meistens alles zum selben Zeitpunkt.
Ich kann also nur sagen: Lebensmensch hin, Lebensmensch her. Homajon, die Zeit ist gekommen! Aber kein Grund zur Sorge: Du hast ja zum Glück immer deinen Erste-Hilfe-Kasten dabei. Man kann ja nie wissen, was so in der Luft herumfliegt.
1 comment Dezember 15, 2008
Leberkäse Superstar – 10. Akt

Zehnter Akt
Erste und einzige Szene
David und Homajon wachen benommen und mit dem Erbrochenen des jeweils anderem im Haar auf. Sie befinden sich einer dunklen und äußerst ungastlichen Seitengasse mit Gossenflair.
Homajon (hält sich seinen schmerzenden Schädel): Ah, ich fühle mich wie ausgekotzt und auch nicht mehr wirklich sonderlich männlich mit einer so winzigen Uvula. Wo sind wir hier eigentlich?
David: Keine Ahnung. Ich kann mich nur noch an die roten Pumps erinnern, die ich im Behandlungsraum anziehen musste. Was danach geschah kann ich dir auch nicht sagen. Aber ich hatte einen wunderschönen Traum, in dem ich die beliebteste Prinzessin der ganzen Welt war.
Homajon ignoriert seinen treuen Weggefährten und sucht hektisch nach seiner Leberkäsesemmel.
Homajon: Ich kann sie nicht finden. Sie ist weg! Ohne sie werde ich nie Trudes Herz erobern… (entdeckt einen Zettel in seiner Gesäßtasche) ‚Wenn du du deine Leberkäsesemmel lebend wiedersehen willst, folge meinen Anweisungen. Alles Liebe euer stereotyper Erzfeind’
David (starr vor Schreck): Du, es kommt noch schlimmer. Ich weiß wo wir sind und das macht mir momentan mehr Sorgen als die Entführung.
David zeigt zitternd auf eine einsprachige Werbetafel mit der Aufschrift: „Willkommen in Kärnten“.
Homajon (kämpferisch): Kärnten, pah! Darüber kann ich mir jetzt nicht den Kopf zerbrechen. Wir müssen unseren Rivalen, den Superschurken Mag. Alesandro Jesus del Morte dela Mendoza-Sackfried, ausfindig machen und die Semmel befreien. Bevor es zu spät ist.
Der Vorhang fällt.
Nachlesen
Leberkäse Superstar – 1.Akt
Leberkäse Superstar – 2.Akt
Leberkäse Superstar – 3.Akt
Leberkäse Superstar – 4.Akt
Leberkäse Superstar – 5.Akt
Leberkäse Superstar – 6.Akt
Leberkäse Superstar – 7.Akt
Leberkäse Superstar – 8.Akt
Leberkäse Superstar – 9.Akt
2 comments Dezember 12, 2008
