Posts filed under 'Politik'
No Comment!
Der TV-Sender Euronews strahlt eine Nachrichtensendung mit dem klingenden Titel „No Comment!“ aus. Hierbei werden tagesaktuelle Themen gezeigt, wobei sich die Berichterstattung lediglich auf die bewegten Bilder beschränkt. Kein Kommentar. Nur die reine Wirkung der Bilder.
In Anlehnung an diese Überschrift, sehe ich es als meine Aufgabe, auch im Namen des Menschenrechtes auf Informationsfreiheit, meinen geehrten LeserInnen Informationen zukommen zu lassen, die zwar ohnehin öffentlich zugänglich sind (auf der offiziellen Internethomepage zu finden), aber noch mal mit Nachdruck jedem vor Augen geführt werden sollten.
Ein Auszug der „Wahrheiten“ und „Handlungsvorschläge“ der Olympia Burschenschaft, die unlängst mit einer Rede von FPÖ-Chef Heinz Christian Strache ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert hat:
- „Die Menschen sind nicht gleich, außer im Bezug auf ihre Würde.“
- „Es stellt keine ‘Diskriminierung’ dar, wenn Ungleiches ungleich behandelt wird.“
- „Die Zuwanderung in dem Ausmaß der letzten Jahrzehnte stellt keine Bereicherung dar.“
- „Der ‘Import’ fremder Menschen löst das Finanzierungsproblem bei unseren Sozialnetzen (z.B. Pensionszahlungen, Krankenkassen) nicht.“
- „Jeder, der eingewandert ist, kann auch wieder auswandern.“
- „Wir wurden zu keinem Zeitpunkt gefragt, ob wir mit Zuwanderung, Einbürgerung, Öffnung der Sozialleistungen, etc. einverstanden sind.“
- „Niemand hat uns verboten, Menschen unserer Herkunft im täglichen Leben bevorzugt zu behandeln.“
- „Alle Rahmenbedingungen für eine höhere Geburtenrate wären leistbar, wenn bei den Fässern ohne Boden gespart werden würde.“
- „Es ist in den meisten Bereichen (z.B. Intelligenz, Medizin, Sport, etc.) von Relevanz, von welcher biologischen Abstammung ein Mensch ist.“
Link zur Homepage:
Akademische Burschenschaft Olympia: olympia2.burschenschaft.at
No Comment! Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!
2 comments November 24, 2009
Gedanken zum Protest
Feuer – die Uni brennt
Reiche Eltern für alle
Eingangstests abschaffen
Internationale Solidarität
Engagierte Bildungspolitik
Besetzung als Weckruf
Instituten unter die Arme greifen
Leistungsdruck vermindern
Diskussion innerhalb der Gesellschaft
Umverteilung des österreichischen Budgets
Nein zu sozialer Selektion
Gerechter Zugang für alle
Fachidioten abschaffen
Unterstützung für die Studierenden
Einsparungen am falschen Platz
Recht auf Bildung
Audimax als Symbol der Bewegung
Lernen fürs Leben
Lehren statt Einsparen
Eine öffentliche Aufmerksamkeit schaffen
Add comment November 11, 2009
Die Ausländer sind schuld?
Quelle: Flickr/g_kat26 (cc-license)
Einfachheit ist eine Tugend. Komplexe gesellschaftliche Gegebenheiten auf simple Stehsätze herunter zu brechen eine Gabe. Eine Fähigkeit die vielen hierzulande angeboren zu sein scheint. Nicht nur das, man liefert neben einer klaren Ein-Satz-Analyse auch sofort den (Ein-Wort-) Lösungsansatz für alle Probleme. Das Problem sind die Ausländer. Merksatz: „Die Ausländer sind schuld!“ Ist leicht zu merken, auch für intellektuelle Nackerpatzis. Es bedarf auch keiner weiteren Argumentation (es wurde eh alles gesagt). Der Nachsatz ist in den meisten Fällen: „Abschiebung!“ Oder wesentlich poetischer formuliert: „O’gschoben g’härten di!“
Nun tue ich etwas total unösterreichisches und hinterfrage diese Betrachtungsweise und Schuldzuweisungsstrategie. Woran genau sind „die Ausländer“ eigentlich schuld? Am schlechten Wetter, dass die Druckerpatrone immer zu den denkbar ungünstigsten Zeitpunkten leer wird oder gar an meiner morgendlichen Trägheit?
Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, aber mir macht kein einziger Ausländer das Leben schwer. Also kann ich Ihnen auch keine Schuld zuweisen. Und das einzige was ich auf- und abschiebe ist das Einkaufswagerl im Supermarkt. Aber he, vielleicht ist das ja „Made in Ausland“.
2 comments Oktober 14, 2009
Verantwortung übernehmen!
Diesmal ein Appell an alle Menschen, die wert darauf legen, dass unsere Kinder und Enkel einmal in einer Welt aufwachsen, die nicht von einer Umweltkatastrophe in die nächste schlittert. Denen es am Herzen liegt der eigenen Umwelt verantwortungsvoll gegenüber zu treten.
Keine Frage: Veränderung geschieht nicht auf Knopfdruck. Es ist ein langwieriger, holpriger Prozess, der viel Durchhaltevermögen verlangt. Aber gemeinsam ist es möglich die Katastrophe zu unterbinden.
Folgendes Video veranschaulicht auf überzeugende Art und Weise, was eigentlich auf dem Spiel steht
2gewinnt ist für ein eigenes Klimaschutzgesetz in Österreich!
Weitere Informationen:
Homepage Global 2000
UN-Klimakonferenz in Kopenhagen – Wikipedia
Warum Klimaschutzgesetz für Österreich – Global 2000
Add comment Oktober 8, 2009
Gedenken an die Opfer im Iran
Irgendwann ist genug. Spätestens dann, wenn unschuldige Menschen hinterhältig ermordet werden. Neda, das junge Mädchen, dass mitten auf den Straßen Teherans in den Armen ihres Vaters durch einen Schuß verblutet, steht jetzt als Symbolfigur für all die Opfer, die die Demonstrationen rund um den Wahlskandal im Iran gefordert haben. Was muss aber noch geschehen, damit internationale Hilfe geleistet wird? Wie viele Menschen müssen noch auf öffentlichen Straßen ihr Leben lassen? Worauf wartet die internationale Gemeinschaft?
2gewinnt möchte den Opfern der Ausschreitungen gedenken. Jeder Mensch, der sich in diesen Tagen im Iran auf die Straße begibt, um gegen die grauenhaften Machenschaften zu demonstrieren, ist bereits ein Held. In Zeiten wie diesen zählt Zusammenhalt mehr als alles andere. Damit Menschen wie Neda nicht umsonst ihr Leben gelassen haben.
Add comment Juni 23, 2009
Lieber Heinz-Christian!
Demokratie lebt bekanntlich vom Interesse der Wähler. Was aber, wenn der Wähler keine Lust auf bestimmte Dienstleistungen von „angeblichen“ demokratischen Parteien hat?
Abgesehen davon, dass die entstandene Irritation durch den niveaulosen Comic „der blaue Planet“ schier unerträglich ist (aber wir haben es hier zum Glück nicht mit einer Parteiwerbung zu tun und schon gar nicht mit einer öden Belehrung), muss sich unsereiner außerdem einfach damit abfinden, von dir, lieber Heinz-Christian, geduzt zu werden. Ganz wichtig für die Zukunft: Ich bin nicht der „liebe David“. Nicht für dich, lieber Heinz-Christian. Ich bin der „liebe David“ für Menschen, die ich gerne habe, die ich schätze, die mir das Gefühl geben, dass sie sich menschlich korrekt verhalten und nicht pauschal bestimmte Personen benachteiligen.
Ich habe hier rein gar nichts übertrieben
! Denn, erstens: Ich bilde mir meine eigene Meinung. Und zweitens: Du kannst gerne noch so viel übertreiben, deine lächerliche Angstmacherei interessiert sowieso niemanden!
Ich wünsch dir jedenfalls viel Spaß beim Lesen dieses Briefes (geht beim Bier bestellen genauso wie beim „Paintballspielen“).
Dein
deinen unsäglichen Schwachsinn nicht duldender Herr Haller
Freier Bürger
1 comment Juni 9, 2009
Kein Nazi
Quelle: Flickr/MartinPettitt (cc-license)
Der deutsche SPD-Politiker Martin Schulz äußerte sich, in der „Financial Times Deutschland“, folgendermaßen über H.C. Strache: „Auch wenn ich damit ein Gerichtsverfahren riskiere. Dieser Mann ist für mich ein Nazi.“
Zum EU-Wahlkampf der FPÖ meinte Schulz: „Diese Kampagne spricht die Sprache des Dritten Reichs.“
Also jetzt muss einmal eine Lanze für den armen FP-Chef gebrochen werden. Strache ist kein Nazi. Die Fakten sprechen eine klare Sprache, der blaue Bundesparteibmann ist ein lupenreiner Demokrat.
- Nach einem Urteil des OLG Wien aus dem Jahr 2004, darf man Strache „Nähe zu nationalsozialistischen Gedankengut“ attestieren.
- Die körperliche Ertüchtigung beim Paintballspielen im Wald und das Bestellen von drei Bier sind keine Tätigkeiten, die einem zum Nazi machen.
- Außerdem warnt er uns Österreicher vor dem EU-Beitritt Israels (warum auch immer). Der steht zwar momentan nicht zur Diskussion, aber H.C. ist eben ein zukunftsorientierter Politiker und weiß jetzt schon, dass er dagegen sein wird. Wenn ihm Bundeskanzler Faymann dann dafür vorwirft „antisemitische Vorurteile“ zu bedienen ist das doch völlig absurd.
- Jemand der das Verbotsgesetz abschaffen will, legt eben großen Wert auf demokratische Meinungsfreiheit.
- Jugendliche die eine Gedenkfeier in einem ehemaligen KZ stören sind nun mal „Lausbuben“.
Fazit:
Jemand der 17,5 Prozent der weltoffenen und toleranten Österreicher bei der letzten Nationalratswahl überzeugt hat ihm und seiner Partei ihre Stimmen zu geben, kann kein schlechter Mensch sein und schon gar nicht ein Nazi.
(2gewinnt distanziert sich ausdrücklich von jeglichen Vorwürfen und den Aussagen von Martin Schulz)
Weiterführende Links
Schulz nennt FPÖ-Politiker Nazi – FTD.de
„Strache ist eine Schande“ – derstandard.at
Strache zu Ebensee: „Dumme, blöde Lausbuben“ – diePresse.com
Strache will Verbotsgesetz abschaffen – Vol.at (Beitrag aus dem Jahr 2007)
Add comment Juni 4, 2009
Wie Elefanten im Porzellanland
Quelle: Flickr/themonnie (cc-license)
Gestern haben sie sich also getroffen, die Elefanten unter den österreichischen EU-Politikern. Hannes Swoboda für die SPÖ, Ernst Strasser für die ÖVP, Peter Martin, Ulrike Lunacek für die Grünen, Andreas Mölzer für die FPÖ und Ewald Stadler für das BZÖ. Ein Showdown, so wie wir ihn uns erwartet haben.
Am Ende des Abend war im Grunde genommen nur eine einzige Frage essentiell: Nein, nicht so wie sie dachten, ob denn jeder weiß WEN er wählen wird, sondern (so traurig es auch klingen mag) OB man überhaupt zur Wahl geht.
Die Vertreter unseres Landes haben es in den letzten Monaten nicht geschafft uns Bürger über die EU und jetzt ganz speziell über die Funktionen des EU-Parlaments aufzuklären. Also blieb letztendlich nur die Wahl zwischen „Ok, ich besorge mir selbst die Informationen, weil mir die europäische Zukunft unseres Landes wichtig ist“ oder (der eher angewendeten, einfacheren Lösung) „Wisst ihr was, ihr könnt mich alle gern haben, die EU ist mir egal, ich gehe ohnehin nicht wählen“.
An dieser „EU-Gleichgültigkeit“ sind natürlich nicht nur die Politiker schuld. Die Medien tragen ebenfalls einen sehr großen Teil zu dieser schlechten Stimmungsmacherei bei. Aber ganz vorrangig muss sich jeder Einzelne selbst an der Nase fassen. Ob mit Hilfe von außen oder nicht, jedem sollte die Zukunft seines Landes so wichtig sein, dass es nicht zu viel verlangt ist, sich ein wenig über die EU schlau zu machen. Es ist ja nicht so, dass es nicht genügend Infos gibt.
Ein exzellentes Beispiel wäre folgender, höchst informativer Clip:
Die EU Wahl am 07. Juni 09 – Quelle: YouTube
Add comment Juni 3, 2009
Was Teilchen alles so bewegen können
Österreich ist klein. Im internationalen Vergleich aber ist die Alpenrepublik reich. Und das betrifft nicht nur das Durchschnittseinkommen pro Einwohner. Hier reden wir auch von kulturellem Reichtum, sozialem Reichtum und nicht zuletzt technologischem Reichtum.
Ein Meilenstein dieses technologischen Reichtums ist ohne Zweifel das CERN-Projekt (Europäische Organisation für Kernforschung), an dem wir bereits, in enger Kooperation mit anderen Staaten aus der ganzen Welt, seit über 50 Jahren arbeiten.
Ist in Anbetracht dieser Tatsachen, ein plötzlicher Austritt zu verantworten?
Machen Sie sich Ihre eigene Meinung.
1 comment Mai 19, 2009
