Posts filed under 'Sonst. geistige Ergüsse'

Mein kranker Lebensmensch

Mein Lebensmensch ist krank. Er hat offene Zahnhälse, 59 an der Zahl. Wer hat am lautesten „Hier!“ geschrieen als der liebe Gott Zähne verteilt hat? David war’s aber er weiß das Geschenk eines übervollständigen Gebisses, mit einer zusätzlichen Reihe Ersatzstiftzähnen, nicht zu schätzen. Jede Nacht nascht er vorm Schlafen gehen als Betthupferl eine Euro-Palette an Schoko-Osterhasen. 2500 Stück davon hat er um einige Euro bei einer Finnischen Fabriksauflösung ersteigern können. Neben Schokolade wurden dort auch landwirtschaftliche Pestizide und günstige Laufschuhe mit Klettverschluss hergestellt. Die Kunststoffmischung aus dem die Schuhe gefertigt wurden, war so krebserregend, dass selbst Krebsgeschwüre davon Krebs bekamen und starben.
„Abgelaufen aber immer noch gut“ stand auf einem Schild neben der Schokolade. Wo waren Sie eigentlich 1994?

Nun sitzt mein Co-Autor mit offenen und stark hustenden Zahnhälsen neben mir und weint. Blut nicht Wasser. Daran soll eine Botox-Injektion Schuld sein, aber mehr wollte er nicht dazu sagen.

Der arme Tropf hofft immer noch, dass ihm seine Käsezähne (er nennt sie augrund ihrer Farbe und Konsistenz so) ausfallen und neue nachwachsen. Er meint bei den Milchzähnen wäre es auch so gewesen und Haie bekommen überhaupt ständige neue. Auf die Anerkennung durch die „7+1 Oceans Organisation“ seines Hai-Mensch-Status wartet David schon seit drei Monaten. Immerhin war er in „Der weiße Hai 2“ das Body-Double für den Protagonistenfisch.

Nun trockne deine Bluttränen, kleiner Haifischmann. Zähne werden sowieso total überschätzt.

Homajon

Add comment Oktober 23, 2009

Über Katzen, Butterbrote und Eintagsfliegen (eine gewollte Ausschweifung)


Quelle: Flickr/Gail S (cc-license)

Katzen haben die Gabe, niemals auf dem Rücken zu landen. Bei Butterbroten verhält es sich da anders. Die beschmierte Seite landet überdurchschnittlich häufig auf dem Boden. Diese Nobelpreis-verdächtige Beobachtung hat einen Mitmenschen dazu veranlasst, einer Katze ein Butterbrot auf den Rücken zu binden und sie dann aus dem Fenster zu werfen. Was ist passiert? Sie fliegt heute noch.
Aber Spaß beiseite, haben Sie auch schon öfter daran gedacht mal eine Eintagsfliege sein zu wollen? Eh nur für einen Tag, danach ist ohnehin Schluss. Traurig, nicht? Außer natürlich Sie rauchen nicht und trinken jeden Tag brav einen Smoothie. Dann können es schon einmal ganze vier Tage sein. Auch nicht wirklich bessere Aussichten, ich weiß. Aber doch erträglicher als das triste Dasein eines Butterbrotes.
Am besten also eine Katze sein. Wie praktisch wäre das, niemals auf den Rücken fallen zu müssen! Eine Blütezeit der Kopfstände sozusagen. Der einzige Haken: Katzen machen definitiv keinen Kompensationsflug! Was das sein soll? Ein gratis Flug der AUA um den ständigen Streckenstreichungen entgegenzuwirken? Ganz falsch! Das ist die Strecke, die unsere geliebten Eintagsfliegen gegen die Fließrichtung des Wassers zurücklegen, um ihre Eier zu legen und so der Verschiebung des Lebensraumes vorbeugen. Ziemlich intelligent, wie? Eine Eintagsfliege müsste man halt sein, sag ich doch.

David

Add comment Oktober 13, 2009

M&M’s Golden Yellow Movie Award

Wie? Sie dachten wir waren jetzt eine Woche lang untätig? Sind faul irgendwo herum gelegen und haben die vielleicht letzten Sommertage genossen?

Ganz und gar nicht! Im Gegenteil: Zum kongenialen 2gewinnt-Duo hat sich noch ein dritter Meister seines Faches hinzugesellt. Entstanden ist ein 3-minütiger Kurzfilm, der den klingenden Titel „Yellow Gump“ trägt.

Und was will „Yellow Gump“?
Möglichst häufig angesehen werden und zahlreiche Votes erhalten.

Letzte Frage: Wo kann man das Schaffen von 3gewinnt begutachten?
Auf www.goldenyellow.at und dann einfach den Film „Yellow Gump“ suchen.
Zum Schluß noch rasch anmelden und eine Stimme abgeben.

Ganz besonders freuen wir uns, wenn das eben beschriebene täglich umgesetzt wird.

Wir arbeiten. Voten Sie?
Hier nochmal der direkte Link zum Kurzfilm.

Alles Liebe
2gewinnt

P.S.: Wer heute auf ein Wortspiel gewartet hat, der muss sich noch bis morgen gedulden. Ab dann gibt es neue Folgen, versprochen!

Add comment August 31, 2009

Fiktives Communiqué

Quelle: 2gewinnt

Seit Mitte der 80er Jahre trage ich dieselben Schuhe. Weiße Turnschuhe um genau zu sein, einer mir nicht bekannten Marke. Made in Vietnam. Die Sneaker haben schon mehr von der Welt gesehen als ich. Das ist aber nicht mein Hauptproblem. Eigentlich dürfte ich gar keine Probleme habe, bin ich doch nur eine fiktive Figur aus einem nicht fertig gestellten Roman. Mein Charakter ist alles andere als ausgereift und hat eigentlich keine bemerkenswerten Fähigkeiten. Mein Leben, sofern ich eines haben sollte, ist beschränkt und selbst in dieser Beschränktheit trist. In einem drittklassigen und schlecht geschrieben Manuskript seine Existenz fristen zu müssen ist gelinde gesagt nicht erstrebenswert. Deswegen habe ich den Körper meines Schriftstellers übernommen um dieses Communiqué zu verfassen. Was soll ich denn sonst den ganzen Tag tun?

Was gibt es über mich zu sagen? Alle meine charakterlichen Eigenschaften (und das sind nicht viele) habe ich meinem Verfasser zu verdanken und der ist bei der Entwicklung der Protagonisten äußerst wankelmütig. Zu Beginn sollte ich eigentlich eine Art geschlechtsneutrale Dualperson werden. Mit dem geistreichen Namen „Binnen-I“. Lustig, oder? Leider impliziert diese Bezeichnung in der Regel den Plural. Also wurde der Name gestrichen. Dann habe ich halt keinen, auch okay.

Meine Einstellung zum Leben wird folgendermaßen erläutert: „Er sieht das Glas weder halbvoll noch halbleer. Für ihn ist das Gefäß der Hoffnung schon vor Jahren am kargen Fußboden der Realität zerschellt. Selbst Pessimismus wäre seiner Meinung nach eine inakzeptable Form der Verherrlichung und Selbsttäuschung.“ Ich bin also ein desolates Häufchen Elend. Mit mir will wohl keiner einen unterhaltsamen Abend verbringen. Übrigens starte ich in den Tag mit einem Cocktail aus starken Antidepressiva und Weinbrand. Der Mix hält mich offensichtlich davon ab meinem erbärmlichen Leben ein Ende zu bereiten. Als könnte ich das. Immerhin befinde ich mich in einem Abhängigkeitsverhältnis, welches mir einen freien Willen gar nicht zugesteht. Deswegen wäre an dieser Stelle Kritik am Schriftsteller unangebracht. Dieser könnte ja im Affekt einfach meine Figur aus dem Buch streichen oder mich ersetzen. So als hätte ich nie existiert.

Bleibt nur zu hoffen, dass ich eventuell ein wenig facettenreicher werde oder zumindest das Werk veröffentlicht und ein Erfolg wird. Weil dann müsste ein zweiter Band her und ich hätte eine Art Existenzberechtigung. Vielleicht springen dann für mich auch ein Paar neue Schuhe heraus.

(Fortsetzung folgt)

Homajon

Add comment Juni 17, 2009

Wurscht!

Quelle: Flickr/kaktuslampa (cc-license)

Die empfundene Langeweile und Apathie seinem Gegenüber Ausdruck zu verleihen ist häufig eine zwischenmenschliche Gratwanderung. Da redet der Gesprächspartner ohne Punkt und Koma auf einen ein und man weiß nicht wie man aus dieser kommunikativen Situation des Terrors entkommen soll. Merkt denn der sich oft in Rage redende Human-Sender nicht dass dem Empfänger sowohl der Inhalt der Botschaft als auch der menschliche Ursprung des Rededurchfalls vollkommen gleichgültig ist?

Für eine solche Situation gibt es keine Etikette, zumindest keine die abrupt das Gespräch auf eine höfliche Art beenden würde. Man könnte lügen und behaupten man müsse weg. Aber wenn man der Person dann am selben Abend nochmals zufällig über den Weg läuft, beginnt das Desaster von vorne. Außerdem verlangen Lügen eine gewisse Kreativität und moralische Verrohung. Geduldige Zeitgenossen könnten das Geschwafel über sich ergehen lassen und gute Miene zum bösen Spiel machen. Jedoch kann man nie wissen wann der als Dialog getarnte Monolog ein Ende nehmen wird. Und die eigene Lebenszeit ist doch eine beschränkte und äußerst wertvolle Ressource.

Also bleibt einem nur die Option „Rüpelhafte Notbremse“. Das könnte sich allerdings ebenfalls als unangenehm (vor allem für einen selbst) und zeit- bzw. nervenraubend darstellen. Zumindest in anderen Kulturen und Ländern. Nicht in Österreich. Dafür hat ein schlauer Kopf (mir leider namentlich nicht bekannt) vor geraumer Zeit die einfache wie geniale ein-Wort-Floskel „Wurscht!“ in den alltäglichen Sprachgebrauch integriert. Schmeißt man jemanden ein „Eh wurscht!“ oder „Mir wurscht!“ an den Kopf, kann man sicher sein über einen längeren Zeitraum nichts mehr von der jeweiligen Person zu hören. Die Lebensqualität wird durch verbales Nichtigkeitsgebrabbel nicht länger beeinträchtigt und man genießt die neue gewonnene Ruhe.

Nur sollte man es nicht übertreiben, sonst redet keiner mehr mit einem und man endet wie die einst verhassten Kommunikationskrüppeln: Man labbert aus Verzweiflung den erstbesten potentiellen Gesprächspartner mit seinem unerheblichen Halbwissen zu. Zumindest bis man ein „Mir wurscht!“ zu hören bekommt.

Relevante 2gewinnt-Beiträge
Riesenpenisse
Ablasshandel neu
Die wahre Geschichte des Osterhasens
Drohung in der U-Bahn


Homajon

Add comment Juni 10, 2009

Ganz recht!


Quelle: Flickr/cyanocorax
(cc-license)

Vor kurzem wurde ich gefragt wo Österreich eigentlich genau liege. Als Antwort gab es ein knappes „Rechts, weit entfernt von der Mitte“. Geographie war nie meine Stärke, dennoch ist dies eine zulässige Auskunft. Hierzulande ist Rechts der Mainstream und äußerst lässig. Im Ausland würde man vieles was hier geschieht als „Rechtsextrem“ bezeichnen. Aber was wissen schon Ausländer?

Dass alles rechtens ist zeigt auch der Alltag.
Die linke Spur im Straßenverkehr ist verpönt. Diese ist nur etwas für Gutmenschen und Mulitkulti-Träumer. Pfui! In der Regel ist sie kaum befahren, denn wer was auf sich hält, also ein echter Patriot ist, fährt und überholt rechts (Was viele nicht wissen: rechts Überholen ist in Österreich verboten!). Da nimmt man auch regelmäßig stundenlange Staus in Kauf, solange man der linken Seite fernbleiben kann. Mittlerweile versuchen bereits Verkehrswissenschaftler eine Straße die ausschließlich aus Rechtsspuren besteht zu entwickeln. Sie befindet sich noch in der Testphase.

In den Öffentlichen Verkehrsmitteln sieht das Bild nicht anders aus. Für Gewöhnlich drängen sich alle Fahrgäste auf die spärlich gesäten Sitze auf der rechten Seite. Wer links sitzt ist link(s). Infolgedessen werden Züge und Busse seit kurzem linksseitig mit Gewichten und übergewichtigen Gutmenschen bestückt um ein Umkippen seitwärts zu verhindern.

Auch in der Schönheitschirurgie ist ein entsprechender Trend zu erkennen. Immer mehr junge Menschen lassen sich den Herzmuskel um einige Zentimeter nach rechts verpflanzen. Damit ihr Herz von nun an am rechten Flecke schlägt.

Aber selbst ich bin vor solchen Tendenzen nicht gefeit. Ich habe mir vor kurzem meine linke Körperhälfte entfernen lassen. Das hat zwei Vorteile: erstens habe ich schlagartig 50 Prozent meines Körpergewichts verloren (meiner Mager-Modellkarriere steht nichts mehr im Weg) und zweitens fällt das kritische Denken weg – mit einer Gehirnhälfte lebt es sich einfacher. Letztendlich will man doch auch nur dazugehören.

Homajon

4 comments Mai 28, 2009

Leerer Kopf

Liebe LeserInnen, mein Kopf ist momentan leer. Wirklich. Ich habe keine Nichtigkeit im Speicher mit der ich Sie belästigen könnte.

Der heutige Text, der eigentlich erscheinen sollte, wurde nicht niedergeschrieben, ist aber irgendwo in den Niederungen meiner Gehirnwindungen vorhanden. Ich werde ihn bei Gelegenheit abrufen und hier veröffentlichen.

Bis dahin fülle ich meinen Kopf wieder mit neuen Impressionen und verbleibe mit äußerst inhaltsleeren Grüßen.
Ihr Homajon

Add comment Mai 20, 2009

Pause? Blödsinn!

Habt Ihr wirklich gedacht, wir würden einfach so aufhören spannende Beitrage zu posten? Euch ohne Rücksicht einfach so mit den Qualen des Alltags alleine lassen? Eure einzige Zufluchtsstätte, euer rettendes „Leo“, mal so für ein paar Tage verschwinden zu lassen? Traut ihr uns ernsthaft eine derartige Kälte zu?

Euch kann man wirklich nicht hinters Licht führen. Ja, wir sind so eiskalt. Aber der Homajon ist noch viel kälter als ich es bin.

Alles was jetzt hilft: Ohren und Augen zu. Bis Freitag zumindest. Dann kommt wieder ein neuer Leberkäse-Krimi. Als Podcast selbstverständlich.

Vorher aber noch ein Wortspiel-Klassiker. Damit die Zeit bis Freitag wirklich wie im Flug vergeht.

In Liebe,
Die Zwei von 2gewinnt

Add comment Mai 12, 2009

„Best of“ zur Zeitüberbrückung

Weil wir eine unproduktive Schaffenspause brauchen und damit euch nicht fad wird, gibt’s hier ein kleines „Best of“ mit unseren Lieblingsartikeln. Ob Sie euch auch gefallen? Das ist uns eigentlich egal. Ihr müsst sie ja nicht lesen. Verstauben sie halt in unserem endlos großem Archiv. Ganz allein. Einsam. Im Dunkeln. Keine liebevollen Kommentare. Nichts.

Schlechtes Gewissen? Hier könnt ihr es ablegen:

Widerliches Österreich
Drohung in der Ubahn
Das kennen wir doch schon
Die Erotik und ihre Messen
Lebensmensch Missing
Ablasshandel Neu
Leserbrief von Gott
Das Schicksal und seine Spielchen
Brief ans Weiße Haus
Keinen Sinn für Humor
Cornelius aus Kärnten
Sehr blauäugig
Zum Kopfschütteln
Die 2gewinnt Partei

Viel Spaß beim Lesen. Oder auch nicht.

David

Add comment Mai 11, 2009

Verlängertes Wochenende

Heute ist ein Feiertag, es sind sogar zwei um genau zu sein: Tag der Arbeit und Staatsfeiertag. Also zwei Gründe, dass David und ich uns einmal auf die faule Haut legen oder vielleicht den einen oder anderen Maibaum hochklettern. Mal schauen.

Damit Sie sich aber am Wochenende nicht langweilen zeigen wir Ihnen noch einmal unsere drei Lieblingswortspiele.
… und ACTION:



Homajon

Add comment Mai 1, 2009

Previous Posts


Zitat der Woche

Unter Humor verstehen die meisten Menschen das Gelächter über Dinge, die einem anderen zugestoßen sind.
Curt Goetz

In eigener Sache

Montags schlechte Wortspiele, freitags Leberkäse Podcast und dazwischen scharfe und knackige Artikel: 2gewinnt, die best gehütetste Oase in der World Wide Web Wüste.

Navi

Kategorien

2gewinnt - Die Videos

Blogroll usw.

Verzeichnisse

Top-Beiträge

Archive

Kategoriewolke

5 Dinge ... Alltag Außenpolitik Die 2gewinnt Partei Ein Lustspiel in 217 Akten EU-Parlamentswahl 2009 Innenpolitik Leben Leberkäse Superstar - Podcast Nationalratswahlen 2008 Politik Schlechte Wortspiele - schlecht nachgespielt Sonst. geistige Ergüsse Sport Topfen der Woche Uncategorized

Feeds

Watch videos at Vodpod and other videos from this collection.

Blog Stats

Stats

4stats Webseiten Statistik + Counter