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Das sind die Momente, für die man Fußballfan geworden ist!

Quelle: Flickr/dheuer (cc-license)
Jedes Spiel der eigenen Lieblingsmannschaft steht unter einem besonderen Stern. Aber es gibt so manche Momente, die am glorreichen Fußballhimmel einen deut heller leuchten.
Gestern war so einer dieser Momente.
Gerade wenn einem Team keine Chancen ausgerechnet werden, wenn sowohl in den Medien als auch im gegnerischen Lager praktisch nur mehr über die Höhe des Sieges gesprochen wird, genau in solchen Situationen vermag man spezielle Kräfte zu mobilisieren, um das sicher erscheinende Scheitern doch noch abzuwenden.
Gestern wurden solche Kräfte mobilisiert.
Genugtuung? Natürlich hat der unerwartete, aber doch verdiente Sieg einen süßen Beigeschmack, weil der mit Kritik überhäuften Berichterstattungen aus den vorwiegend Wiener Boulevardzeitschriften den Wind aus den Flügeln genommen wurde. Aber die Genugtuung kommt vielmehr einem selbst zu Gute. Solche Abende rechtfertigen die zahlreichen Stadionbesuche, die unzähligen vergossenen Schweißperlen, die nervenaufreibenden Minuten über das ganze Fußballjahr.
Gestern war so ein Abend. Ein Abend, der einem klarmacht, warum einen das runde Leder so fasziniert.
Add comment August 5, 2009
Freiwilliger Schlafmangel
Quelle: Flickr/Assbach (cc-license)
Ich frage mich in letzter Zeit nicht nur ob mein äußerst seltsamer Partner Homajon noch alle Tassen im Schrank hat, sondern gelegentlich auch mich selbst, ob eh noch alles mit rechten Dingen zugeht.
Letztens habe ich mich dabei ertappt, als ich ohne große Hemmungen meinen Wecker auf 2Uhr früh gestellt habe. Dass ich erst um Mitternacht im Bett war, ist hierbei das kleinere Übel. Und trotzdem: Jeder Mensch, der schon einmal zwei Stunden geschlafen hat, weiß, dass genau zwei Stunden das Schlimmste sind, was einem passieren kann. Und wofür das ganze Getue?
Genau das ist ja das Problem: Der Sport, meine lieben Leser und Leserinnen. Ich kann nicht anders. Die Cleveland Cavaliers rund um MVP Lebron James spielen gerade die Saison ihres Lebens. Und da die NBA nun mal in den USA zu Hause ist, erklärt sich die Übertragung zu später Stunde von selbst.
Aber bin ich deswegen verrückt? Habe ich einen Schuss, weil ich es riskiere, übermüdet und mit einer möglichen Niederlage (verbunden mit fatalen Folgen für meinen Gemütszustand) den nächsten Tag in Angriff zu nehmen?
Ich sage ja. Aber wissen Sie was? Ich stehe dazu. Schlimm wäre es lediglich, wenn ich meinen masochistischen Drang unterdrücken würde. Also: Let’s go Cavs.
Add comment Mai 7, 2009
Penalty (engl. Strafe) für alle

Quelle: Flickr/querpass-bilder (cc-license)
Wer entscheidet denn eigentlich wo Gesellschaftsstudien gemacht werden? Sagt da der Herr Bert beispielsweise, dass dieser und jener Ort wie dafür geschaffen ist, einen perfekten Querschnitt unserer Bevölkerung wiederzugeben?
Falls diese Person nicht existieren sollte, so möchte ich hiermit für dieses Amt öffentlich kandidieren. Viele werden sich jetzt zu recht die Frage stellen, warum es sich dieser kleine Wiener-möchte-gern-Journalist-ich-habe-einen-Internet-Blog-Uhh anmaßt, hier eine spezielle Kenntnis an den Tag zu legen. Die Antwort ist ganz einfach: Der junge Herr war gestern Zeuge eines Eishockey-Spiels in Wien Kagran.
Die Tatsache, dass das gegnerische Team die ungeliebten, weil finanziell besonders gesegneten, Bullen aus Salzburg waren, hat der ohnehin schon erhitzten Playoff-Atmosphäre ein weiteres, elektrisierendes Element verliehen.
Aber: Gegner hin, Gegner her, hier geht es immer zur Sache. Und ich rede nicht vom Geschehen am Eis. Eine kurze Erklärung für Außenstehende: Die Plastikscheiben rund um das Spielfeld sind deshalb so robust, damit sie nicht von unzufriedenen Fans zerschmettert werden. Sie würden aber sogar noch etwas an Höhe vertragen, damit der echauffierte Vienna Capitals Fan es nicht zu stande bringt sich seines Bieres zu entledigen. Ich meine, das sagt doch schon alles: Hier sind Menschen am Werk, die freiwillig ihr Bier wegschütten. Und wer ist gegen Ende hin prinzipiell an allem schuld? Genau: die Schiedsrichter. Sehr passend das Letztere in schwarz gekleidet sind. Das lässt Spielraum für allerlei schöne Aussprüche. Zweideutigkeit? Sicher nicht bewusst!
Also, immer einen Besuch wert, die gute alte Albert-Schulz-Halle. Für Menschen, die dem echten Wien ein bisschen näher kommen wollen.
Add comment März 6, 2009
Totgesagte leben länger

Quelle: Flickr/Moriza (cc-license)
Eigentlich war er ja nie weg. So richtig da aber auch nicht. Zumindest in den letzten zwei Jahren. Ich mein, er war schon anwesend, aber nicht so, dass man jetzt sagt: „Puh, na der ist aber anwesend!“ Wissen Sie was ich meine? Da, aber auch wieder nicht. Man hat ihn gesehen, aber das war es auch schon. Meine Geschichtelehrerin pflegte immer zu sagen: „SSKM!“ Selbst schuld, kein Mitleid. Hat ihm ja keiner angeschafft, so viel zu gewinnen. Und da er nicht annähernd an diese glorreiche Zeit anzuschließen vermochte, ist er den Menschen in letzter Zeit gar nicht so recht aufgefallen.
Es ist müßig sich Gründe zu überlegen, warum er für seine Verhältnisse in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist. War es das fortgeschrittene Alter, das ihn gehindert hat, mehr zu erreichen? Waren es äußere Umstände, wie sein Unfall, die ihn dazu gezwungen haben, kleinere Brötchen zu backen? Hat er vielleicht einfach schon alles erreicht, was man in seinem Beruf erreichen kann? Die Lösung liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.
Das was aber wirklich zählt: Er ist noch da. Jetzt mehr denn je. Die Menschen neigen dazu vorschnell zu urteilen, vor allem wenn die Erfolge nicht am Fließband eingefahren werden. Gestört hat ihn das im Grunde genommen nie. Natürlich hat die Kritik an seinem Selbstbewusstsein genagt. Da überlegt man auch schon einmal daran aufzuhören. Aber aufhören, das machen andere.
Was müssen wir also aus diesem einzigartigen Schicksal lernen?
Erstens: Schreibe niemals jemanden ab.
Zweitens: Wenn du unbedingt jemanden abschreiben willst, dann auf gar keinen Fall ihn.
Und drittens: Lass dir von ihm nichts einreden. Einmal Herminator, immer Herminator!
Weiterführende Links
Hermann Maier gewinnt Super-G – ÖSV.at
Add comment Dezember 3, 2008
Elfter Elfter um Elf Uhr Elf

Photoquelle: Flickr/ChrisLB (CC2-license)
Es ist Fasching. Seit gestern 11 Uhr 11 ist die Saison offiziell eröffnet. Den Höhepunkt erreicht das bunte Treiben wahrlich erst in seiner Blütezeit zwischen dem Dreikönigstag und dem Aschermittwoch vor Ostern.
Als aufmerksamer Bürger sind aber jetzt schon vereinzelt närrische Handlungen im öffentlichen Leben zu erkennen. Manch einer nimmt es anscheinend nicht so genau mit dem Terminkalender.
In erster Linie trifft es da die alten Bekannten, die uns die letzten Wochen und Monate schon ein wenig zum Narren gehalten haben. Hat Österreich nicht unlängst gewählt? SPÖ und ÖVP zeigen beim Umgang mit der Postkrise und möglichen Filialenschließungen nicht wirklich was es heißt, aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Ich glaube wir müssen einfach nochmal Wählen, „es reicht!“ .
Auch im Karnevalsangebot: Das Bündnis Zukunft Österreich. Wer „im Zentrum“ am Sonntag verfolgt hat, weiß wovon die Rede ist. Der Versuch Auftritte von Künstlern untersagen zu lassen, ist wie der freien Meinungsäußerung die Schlinge umzulegen. Und dann schaut es bei Gott nicht so gut aus mit der Zukunft Österreichs. (Laut Medienberichten ersuchte LH Dörfler den Direktor der Uni Klagenfurt, einen geplanten Auftritt von Stermann/Grissemann zu untersagen.)
Als reines Kasperltheater entpuppt sich außerdem immer wieder der gute alte Fußball. Beim Derby zwischen der Austria und Rapid bedurfte es 660 Polizisten, um den Ball ins Rollen zu bringen. Es bleibt zu hoffen, dass die Fußballanhänger beider Seiten ihre Kostüme im Privatleben wieder ablegen.
Einziger Lichtblick zurzeit: Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, unterhaltet uns mittlerweile schon 85 Jahre. Er ist der Einzige, der das auch darf. Für alle anderen gilt: Fastenzeit und zwar ab sofort!
Weiterführende Links
Koalitionsverhandlungen verzögern sich – OÖ Nachrichten
Diskussion: Satire zum Thema Jörg Haider – Willkommen Österreich
Wiener Derby mit 660 Polizisten – Oe24.at
Loriot wird 85 – Baz.online
Add comment November 13, 2008
Kein Schnee von gestern

Quelle: Flickr/Dev Null
Leicht hat man es zurzeit nicht als Österreicher. Ganz besonders wenn man ein sportaffiner Mensch ist. Die Seen sind schon zu kalt und Schnee liegt noch keiner auf den Bergen. Und als wäre das nicht schon tragisch genug, muss der Einheimische weitere Schicksalsschläge über sich ergehen lassen. Dass das Fußballnationalteam von einer Tragödie in die Nächste schlittert, ist noch einigermaßen erträglich. Der Mensch lernt mit Gewohntem umzugehen. Dass uns aber unser größter Raderfolg auch noch weggenommen wird, gibt uns den Rest. Dieses hinterhältige Doping gehört endlich hinter Gitter. Und zwar lebenslang, damit der unschuldige, nichts ahnende „Ösi“ nicht mehr von ihm missbraucht werden kann. Nicht einmal beachtliche Tischtennisergebnisse können uns aus unserer Lethargie befreien. Ach, wie sehr hasse ich das Warten auf unser einziges sportliches Highlight.
Österreicher, verbindet euch, trotzt dem Klimawandel und sehnt die nächste Eiszeit herbei. Schnee ist wie Balsam für unsere geschändete Sportseele. Leise werden sie rieseln, die Siege. Und dann können wir endlich wieder stolz sein.
Andere mögen vier Jahreszeiten haben, du glückliches Österreich, brauchst nur eine!
Weiterführende Links
Österreich holt mageren Punkt gegen die Färöer Inseln – Kurier.at
Radprofi Kohl gesteht Doping – Sportal.at
Österreich holt 5 Medaillen bei Tischtennis-EM – DiePresse.at
David
Add comment Oktober 20, 2008

