Obama Vs McCain

Quelle: 2gewinnt/Homajon

Eine schwarze Chance für die USA
Was wäre wenn morgen Wahlen wären? Wen würden Sie wählen? Ach ja genau, morgen sind Wahlen. Na dann würde ich Barack Obama wählen, aus einem einfachen Grund: Wenn nicht ihn, wen dann?

Ja, er ist schwarz. Noch kein amerikanischer Präsident war je zuvor schwarz. Ja, er ist jung. Mit 47 Jahren würde er eher zu den nicht so betagten Präsidenten zählen. Ja, er stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Nicht viele der bisherigen Amtsinhaber der USA können auf eine derartige Herkunft verweisen.

Aber mal ganz ehrlich: Viel besser kann man das eigene Motto „Change“ nicht verkörpern. Barack Obama ist die Veränderung in Person. Und wenn schon eine Veränderung, wann wenn nicht jetzt? Sein Auftreten ist frisch und überzeugend. Er kann sich blendend artikulieren. Man merkt ihm seine Intelligenz und sein Gespür für die Menschen an. Er ist der Auserwählte, der die USA nach der 8jährigen Bush-Ära aus der Krise holen kann. Viel wird von ihm abhängig sein. Aber irgendwie hat man das Gefühl, der Senator aus Illinois macht das schon. Mit ihm an der Macht können sich die Vereinigten Staaten von Amerika vielleicht endlich wieder sehen lassen und den schlechten Ruf, der ihnen aufgrund der Geschehnisse der letzten Jahre anhaftet, ablegen.

Diesmal kann sich die amerikanische Wahltradition als positiv erweisen: Mit John McCain als einzigen Konkurrenten, kann es am 5. November nur einen Sieger geben: Barack Obama. Alles andere wäre ein weiterer Schnitt ins eigene Fleisch. Yes, he can. Yes, we can.


Quelle: Flickr/Socraticgrant (CC2-license)

Präsident John McCain und sein Pitbull
Amerikaner und Österreicher haben zweierlei gemein: es graut ihnen vor Veränderung und alles was anders ist, wird skeptisch beäugt. Von entsprechenden Politikern werden auch beide Länder regiert. Aber die Amerikaner haben, im Gegensatz zu den Österreichern, eine erstaunliche Vorliebe für Kriegshelden und Underdogs. Eben jene Eigenschaften findet man in einem Mann vereint: John McCain. Der 72-jährige Republikaner, mit dem schlohweißen und dünnen Haupthaar, wird in wenigen Stunden, allen Umfragen zum Trotz, zum mächtigsten Mann der freien Welt gewählt werden.

Jedoch spielt bei einem Sieg des republikanischen Kandidaten sein Status als Underdog oder Kriegsheld nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr wird sein Wahlerfolg auf einer ganz anderen Tatsache basieren. Denn entschieden wird die Wahl nicht über Programme, Inhalte, den Irakkrieg oder eventuelle Steuersenkungen. Entscheidend für viele Wähler ist primär eines: der Pigmentierungsgrad der Haut. Der so genannte „Bradley Effekt“ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Barack Obama den Sieg kosten.

Sollten tatsächlich eine Vielzahl von Amerikanern für McCain votieren, aufgrund rassistischer Ressentiments gegenüber dem demokratischen Kandidaten, wäre das mehr als ein demokratiepolitisches Armutszeugnis für die Vereinigten Staaten und eine mittelschwere Katastrophe für die westliche Welt. Denn mit McCain hat man auch den „Pitbull mit Lippenstift“ aus Alaska am Hals. Die weibliche fast unmöglich geglaubte Negativ-Steigerung von George W. Bush.


Weiterführende Links
Bradley-Effect – Wikipedia
Homer wählt Obama – Youtube.com
Palin bekommt einen Anruf von Sarkozy – Youtube.com
Juristen als Wahlbeobachter – ORF.at
Letztes Aufbäumen, letzte Warnung – derStandard.at

David / Homajon

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