Liebe zur Technik

Man stelle sich folgende Situation vor: Du gehst am Abend schlafen. In der Früh läutet der Wecker und du wachst, so wie jeden Tag, auf. Das Erste was du tust: Du greifst zum Nachtkästchen und drehst deinen ständigen Wegbegleiter, dein Handy, an. „Wie geht es Ihnen heute?“ bekommst du zu lesen. Ja, dein Handy fragt dich, wie es dir geht. Technologischer Fortschritt toll, Ausbau der Kommunikationsmöglichkeiten super, aber Gemütsnachfrage von einem elektronischen Ding?

Wie könnte der restliche Morgen aussehen? Am Weg ins Bad, kommt von links ein Geräusch. Der Radio fragt: „Worauf darf ich mich heute einstellen?“ Bei der Mundhygiene erkundigt sich die elektronische Zahnbürste ob ich schon am Zahnfleisch gehe. Und bevor ich meinen morgendlichen Tee trinke, will der Wasserkocher wissen, ob er mir denn kräftig einheizen soll.

Sollten Sie sich dabei ertappen, wenn Sie gerade mit einem Ihrer unzähligen Elektrogeräte Smalltalk führen und es dabei liebkosen, rate ich Ihnen kurz Inne zu halten und zu überlegen: Bin ich mit meinem Leben zufrieden? Ist alles in bester Ordnung?

Ja? Na dann nur weiter. Ihre Alarmanlage ist schon ganz scharf darauf über häusliche Sicherheit zu philosophieren und mit Ihrem Ofen steht noch eine Debatte über die Erderwärmung an.

David

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