Statuen und ihre nicht vorhandene Kompetenz des örtlichen Vorankommens

„Oskar! Oskar! Wohin gehst du?“
„Wie oft noch? Man schreibt mich mit ‚C’. Bitte, sprich mich gefälligst auch so an!“

Warum Statuen niemals laufen gelernt haben ist ein Rätsel, das viele kluge Köpfe schon seit Jahrhunderten beschäftigt. Eine Dissertation hat bisher noch niemand darüber geschrieben aber Experten sind sich einig, dass seelenverwandte Konsonanten mit der Unzulänglichkeit der Statuetten-Fortbewegung wenig zutun haben. Ein K spricht sich wie ein C, demnach dürfte einer der beiden Buchstaben, im Sinne der Redundanz, überflüssig sein. Buchstabenballast, sozusagen. Auch in den Worten „laufen“ oder „gehen“ hat keiner der beiden Buchstaben ein Zuhause. Ergo ist ein Lösungsansatz bei dem Duo (das häufig als „ck“ Auftritt, aber niemals am Beginn eines Wortes) nicht zu finden.

Statuen sind keine Lebewesen, haben also nicht das Bedürfnis von an A nach B zu fahren. Weswegen man sie auch selten hinter dem Steuer eines PKW findet. Jedoch ist auch ein Blatt Papier nicht lebendig obwohl es Bäume als Eltern hat. Diese bewegen sich ebenso nicht, außer bei starkem Windgang (zugegeben ein Kunstwort, analog zum Seegang, der eigentlich schwimmen sollte – sogar der Wind kann gehen und das heftig, ist aber auch kein Lebewesen, obwohl er über einen Eigennamen verfügt), sind aber trotzdem lebende Zeitgenossen. Nicht sehr gesprächig, aber spenden kostenlos Schatten im Sommer. Über welchen anderen Freund kann man das schon behaupten?

Auf einem entsprechenden Blatt Papier ist aber vermerkt wohin eine Statue zu gehen hat. Das steht schon Tage vorher fest, nur kann es keiner der Statue laut vorlesen (Analphabeten oder zumindest sehr lesefaul sind die kleinen Skulpturen ebenfalls), da das Schriftstück in einem Kuvert, dem Smoking der Papierartikel, steckt.
Doch irgendwann wird das Geheimnis preisgegeben und die Statuette kennt ihr Ziel. Ohne fremde Hilfe dort hinzukommen ist allerdings schwierig aber nicht unmöglich.

Alle 2gewinnt Wortspiele/Videos

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