Nächstenliebe auf Wienerisch

Quelle: Flickr/Chris_J (cc-license)

In genau einem Monat ist Weihnachten, das Heilige Fest!

Lässt man den Konsumwahn einmal außen vor, dann ist es doch praktisch unmöglich das Fest der Liebe nicht zu mögen, oder?
Familie, Nächstenliebe, innerer Frieden, Harmonie. Jeder der dem etwas entgegen zu setzen hat, schneidet sich ins eigene Fleisch.
Es sollte die Zeit der Besinnung sein, wo man im Kreise seiner Liebsten über das Jahr reflektieren kann. Es sollte die Zeit des Respekts sein, wo man jedem Menschen auf Augenhöhe begegnet. Durch kleine, aber dafür umso ehrlichere, Geschenke zeigt man seinen Mitmenschen seine Zuneigung.
Selbstverständlich ist es müßig zu erwähnen, dass in einer „perfekten“ Welt jeden Tag die genannten Tugenden gelebt werden sollten. Aber lieber ein paar Wochen im Jahr als überhaupt nicht.

Wien hat sich nun vorgenommen, auch diese letzten Momente der Innigkeit aussterben zu lassen. Kürzlich hat sich unser lieber Bürgermeister eingebildet, er müsse bestimmten Menschen den Zutritt zum öffentlichen Raum (der uns allen gehört) verbieten. Zeitungsverkäufer sind auf ausgewählten Christkindlmärkten nicht mehr willkommen. Es sei nicht sehr weihnachtlich, alle zwei Minuten belästigt zu werden, so die Begründung. Für Augustin-Verkäufer wurde mittlerweile eine Ausnahmeregelung gefunden. Für alle anderen nicht.

Die Arbeit auf der Straße ist für den Großteil der VerkäuferInnen alles was sie haben. Ihnen das zu nehmen, vor allem zur kältesten Zeit des Jahres: Tja.. Nächstenliebe auf Wienerisch. Frohe Weihnachten!

David

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