Ein Graf hat’s schwer


Quelle: Flickr/Lori and The Bell Jar (cc-license)

Als Graf hat man es in dieser Welt wahrlich nicht einfach. Immer wird man die Zielscheibe von Neid, Hass und Missgunst. Die Geschichte zeigt dies hervorragend am Beispiel Graf Draculas. Der arme Mann plante sein Leben friedlich in Transsilvanien zu fristen. Er wollte niemanden etwas Böses, nur in Ruhe gelassen werden. Tagsüber hat man von ihm kein Sterbenswörtchen gehört und nachts verhielt er sich ebenfalls vorbildlich ruhig. Zugegeben ab und an trank er ein Gläschen Blut über den Durst aber nur das von Armen und Schwachen. Genau wie es die Raubkatzen in der Steppe tun. Niemand würde je auf die Idee kommen einen Löwen als Monster zu denunzieren. Er erhält das natürliche Gleichgewicht der Wildnis. Genauso wie es Graf Dracula getan hat. Dennoch erntete er statt Dank und Respekt nur den Groll aufgebrachter Bürger, die ihn mit brennenden Fackeln und wild fuchtelnden Mistgabeln aus dem Dorf vertrieben.

Erst vor kurzem haben Historiker zufällig Draculas „I love Kitty“-Tagebuch im Keller einer Blutbank entdeckt. Da heißt es unter anderem:

„Liebes Tagebuch, wurde heute wieder von einem wütenden Mob durch das Dorf gejagt. Habe durch die Aufruhr und die ständige Hetze schon über 10 Kilo an Gewicht verloren. Bin nur noch Eckzähne und Knochen. Ich sollte mich von dem ganzen Blutsaugerdreck, mit dem ich wahrlich nichts zutun habe, einfach öffentlich distanzieren. (…) Aber muss jetzt wieder in meinem Schlafsarg… ähh… -sack, war eine lange Nacht heute. Alles Liebe.“

Man kann nun stehen wie man will zu Graf Dracula (es gilt immer noch die Unschuldsvermutung), aber in einem Punkt war er immer ein Vorbild: er ließ stets seine Kutsche stehen, wenn er mal wieder zuviel Blut im Blut hatte.

Homajon

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